Aufstellen eigener Anteile wie Wut oder Ärger - Sigrid Steffes
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Aufstellen eigener Anteile wie Wut oder Ärger

Weshalb sind Aufstellungen für uns persönlich so wichtig?

Die Welt, in der wir leben, ist von Ordnungen, Strukturen und Systemen bestimmt. Immer wieder finden wir uns in Beziehungen, Bindungen, Verstrickungen mit uns selbst und anderen wieder oder verfallen in dieselben Verhaltensmuster, in denen wir uns nicht wohl fühlen. Egal ob wir in der Familie, im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz sind, unser Verhalten ist überall ähnlich.

Unerklärliche Aggressionen, Abneigungen oder Widerstände gegenüber Menschen, beruflichen oder privaten Situationen werden aufgezeigt, geklärt und geheilt. Wir gehen nach Aufstellungen freier und ungezwungener mit uns selbst, unseren Mitmenschen und Situationen in unserem Leben um. Frieden und Harmonie kehren in unsere Beziehungen zurück.

Der nach Klärung Suchende kann eine Einzel- oder Gruppenaufstellung machen oder zur Beratung kommen. Es wird immer sichtbar, welche Dynamiken in Systemen wirken. Der Aufstellende befreit sich aus dem Kreislauf der immer wiederkehrenden diesbezüglichen Probleme.

Das kennen Sie bestimmt auch?

Wie oft sagen wir selbst oder hören es von anderen: Ich bin wütend, eifersüchtig, neidisch, zornig auf …, ich ärgere mich, bin traurig über … und vergessen dabei, dass es sich um unsere eigenen Anteile handelt. Der andere berührt etwas in uns, was wir vielleicht vor endlos langer Zeit abgespeichert haben und nie auflösten. Damit ist es in unserem Bewusstseinsfeld enthalten und wartet darauf, akzeptiert und geheilt zu werden.

Da wir die Auslösersituation längst vergessen haben, wir die Ursache setzten, auf die vom anderen eine Wirkung kam, in der wir meist eine neue Ursache setzten, schaukelt sich die Ursprungssituation in allen weiteren Leben immer mehr auf. Jetzt, in diesem Leben, bedarf es eines Botschafters, der uns die Botschaft überbringt. Diese lautet: da ist noch etwas, was auf Lösung und Heilung wartet. Statt dem Botschafter zu danken, erklären wir ihn für den Schuldigen an unserem Schmerz, Zorn, Ärger etc.

Weshalb schaue ich in alte Leben? 

Wir sollten zum Ursprung zurückgehen, denn nur dort ist Heilung möglich, damit wir uns in solchen oder ähnlichen Situationen nicht mehr aufregen, nicht mehr traurig, wütend usw. sind. 

Der nach Klärung Suchende kann eine Einzel- oder Gruppenaufstellung machen oder um ein Einzelgespräch bitten. Auch dabei ist es sehr wirkungsvoll, die am Problem Beteiligten mit Gegenständen zu verdeutlichen. Es geht auch mit Wassergläser, Wasserkanne etc., um zu zeigen, welche Dynamiken in Systemen wirken. Der Aufstellende befreit sich aus dem Kreislauf der immer wiederkehrenden diesbezüglichen Probleme.

Frau. L. ärgert sich immer wieder über ihren Nachbarn. Er ist für sie aufdringlich, beklemmend, nimmt ihr die Luft zum Atmen, kontrolliert sie etc. Sie hat das Gefühl, dauernd in Kontakt bleiben zu müssen, ob durch einen Besuch, durch ein Telefongespräch, einen Plausch auf der Straße oder über den Gartenzaun hinweg. Unterlässt sie es, meldet sich der Nachbar und gibt ihr zu verstehen, dass er ihr Verhalten nicht in Ordnung findet.

Ich stelle das Energiebild, das ich es vor meinem geistigen Auge sehe.  Der Nachbar wird mit der Wasserkanne dargestellt, Fr. B ist ein kleiner Stein. „Was fällt Ihnen auf?“ „Ich bin viel zu klein, er ist übergroß für mich.“ Ich schaue in die alten gemeinsamen Leben. Das wichtigste Leben, der Nachbar war in einem Leben ihr Vater, sehr streng, sie einengend, ihr schon damals die Luft zum Atmen nehmend, sozusagen jeden Schritt beobachtend und kontrollierend, verlangte Rechenschaft über ihre Zeit, auch noch, als sie erwachsen wurde. Frau L. hatte ein überdimensional großes, für sie beängstigendes Vaterbild abgespeichert, was jetzt, kaum sieht sie den Nachbarn, wieder hochkommt, und sie sofort den alten Vater vor sich sieht und in ihr altes Verhalten ihm gegenüber geht. Das alte Abgespeicherte in uns siegt immer! Frau L. weiß um die Ursachensetzung. Deshalb schaue ich, in welchem Leben sie die Ursache setzte. Sie war Küchenmädchen in einem „vornehmen Haus“, ihr jetziger Nachbar der Sohn des Hauses. Sie verliebte sich in ihn und tat alles, dass sie sich immer wieder begegnen mussten, obwohl sie wusste, dass die Standesunterschiede zur damaligen Zeit viel zu groß waren. Gingen sie aneinander vorbei, ging sie extra eng an ihm vorbei, so dass sich die Körper berühren mussten.

Was wird erreicht?

Als ich alle gemeinsamen Leben erfasst hatte, gingen wir an die Lösungs- und Heilarbeit.

Es ist wichtig, die Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen und es zu akzeptieren. Es geht nicht darum, sich dafür zu verurteilen oder schlecht zu fühlen oder … Wir wollten damals die Erfahrung machen, dafür sind wir hier auf der Welt. Jetzt lösen wir sie wieder auf, akzeptieren unser altes Verhalten oder unsere alten Taten, heilen, wenn es etwas zu heilen gibt. Die alte Energie geht damit aus unserem Bewusstseinsfeld heraus.

Ziel der Arbeit ist, dass Sie Ihr Leben leichter, erfüllter, kraftvoller und bereichernder als bisher erfahren. Sie gewinnen die Möglichkeit, mit einem veränderten Bewusstsein zu handeln oder Menschen oder Ereignisse zu sehen.