Krankheitsaufstellungen - Sigrid Steffes - Knotenlöserin
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Krankheitsaufstellungen

Haben wir Einfluss auf unsere Gesundheit?

In unserer heutigen Gesellschaft, auch im Gesundheitssystem ist es üblich, sich um die Wirkung zu kümmern. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Krebs. Die Ärzte kümmern sich um die Wirkung, die Geschwulst wird herausoperiert, was sicher gut ist. Damit ist die Ursache nicht geheilt und wird zurückkehren, wenn nicht in diesem Leben, dann in einem der nächsten.

Auch bei Krankheiten gilt das Gesetz von Ursache und Wirkung. Der Aufstellende setzte die Ursache(n) (meist) unbewusst. Die Ursachensetzung kann vor tausenden von Leben geschehen sein. In unserem Bewusstheitssystem abgespeichert, wird die krankmachende Ursache erst dann gelöst, wenn wir sie erkennen und auflösen. Das ist nicht immer leicht anzunehmen und zu akzeptieren, aber wichtig.

Seit über 20 Jahren löse ich Krankheitsursachen auf, ob in Aufstellungen oder in Einzelarbeiten. In all den Jahren hatte ich nur 2 Fälle, die in diesem Leben ihre Ursache hatten. Einen Fall, weil er mich so faszinierte, möchte ich hier schildern. Ich hatte gerade erst mit der spirituellen Arbeit begonnen.

Wie erreichen wir das?

Frau F. kommt zu einem Aufstellungsabend. Sie ist verheiratet, hat ein Kind, ist Mitte 30. Sie ist sehr dünn, vielleicht um die 40 kg, eher weniger, bei einer Größe von 1,60 m. Im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass sie schon einige Therapien hinter sich hat, vor einer Woche aus dem Krankenhaus als nicht heilbar entlassen wurde. Sie hat immer wieder unerklärliche Magenschmerzen, weil der Magen sich verkrampft. Sie kann dann für Tage nichts essen. Ich frage, ob sie sich erinnern kann, wann diese Schmerzen begannen. Sie bejaht, auf ihren Wunsch hin hatte sie die Stelle innerhalb eines Amtes bei der Stadt gewechselt. „Was ist anders bei dieser Stelle?“ frage ich sie. Der Leiter des Amtes brüllt immer wieder uns an. Die anderen lassen es abprallen, sie sind es gewöhnt, ich kann es nicht.

Die Krankheitsaufstellung in der Praxis

Aufgestellt werden: Leiter, Frau. F., brüllen, und, weil es mir durch den Kopf schießt, Vater, Bruder, Mutter, Embryo, denn da liegt die Ursache. Frau F. wählt die StellvertreterInnen aus.

Sehr schnell stellt sich heraus, dass der Vater daheim immer wieder alle anbrüllte, zusätzlich den Bruder mit dem Hosengürtel schlug. Die Stellvertreterin auf dem Platz des Embryos wird nervös. Ich mache eine kleine Phantasiereise mit der Klientin, die außerhalb der Aufstellung das Ganze beobachtet. In diesem Fall entscheide ich mich dafür, dass sie selbst aktiv beteiligt werden soll, erleben und erfahren kann, was geschah, und nicht die Stellvertreterin für sie. Das mache ich sehr selten, hier vertraue ich auf mein Spüren.

Frau F. sagt: „Ich bin in einer Höhle, es ist wunderschön hier, warm geborgen.“ Die Stellvertreterinnen der Klientin und des Embryos bestätigen dies, sie können es mitempfinden. Ich lasse alle noch für eine kurze Zeit in dem Zustand, bitte sie, ihn zu genießen. Plötzlich sagt Frau F. „Ich bin in keiner Höhle, ich bin im Mutterleib.“ Ich bestätige Frau F., dass sie im Mutterleib ist und sage: „Jetzt gehen Sie zu dem Augenblick, als Ihr Magen zum allerersten Mal im Mutterleib krampft.“ Vier Personen beginnen zu weinen: Klientin, Stellvertreterin, Mutter, Embryo. Sie erleben die Szene. Die Mutter der Stellvertreterin ist beim Frauenarzt und erfährt, dass sie schwanger ist. Sie ruft aus: „Ich will das Kind nicht!“ Als sich alle beruhigt haben, frage ich die Klientin, ob sie uns etwas über die Umstände sagen kann. Die Mutter hatte sich auf der Weihnachtsfeier des Betriebes mit einem sog. Gastarbeiter eingelassen, wurde schwanger. Er wohnte in einem Gastarbeiterheim, sie noch daheim, beide verdienten nicht viel Geld, beide hatten bis dahin keinen Gedanken an Heirat verschwendet.

Gesundheit

Jetzt sind die Stellvertreterinnen gefragt. „Was würden Sie in dieser Situation sagen“, frage ich die Stellvertreterin der Klientin, wenn sie gerade erfahren, dass sie schwanger sind. Sowohl die Stellvertreterin aber auch die Klientin rufen fast gleichzeitig „Ich will das Kind nicht.“ Sie haben Verständnis für die Mutter und ihren Schock zu hören, dass sie schwanger ist. Jetzt wende ich mich an die Embryo-Stellvertreterin  und ihren Magen. „Du hast gehört, wann Dein Magenkrampfen entstanden ist. Du hörtest deine Mutter brüllen, „Ich will das Kind nicht!“ Das ist nicht schön zu hören. Du kennst jetzt auch den Hintergrund. Bist Du bereit, Dich mit Deiner Mutter in diesem Punkt auszusöhnen?“ Die Stellvertreterin bejaht. Die Mutter spricht das Kind an und sagt, dass es ihr sehr leidtut, sie hat nicht gewusst, dass es solche Auswirkungen haben kann. Beide, Mutter und Embryo, umarmen sich spontan, zumal sie sich gut verstehen und die Mutter eine liebevolle Mutter ist, die ihre Kinder oft vor dem Vater schützte und dabei auch Prügel bezog. Dann frage ich den Embryo „Wenn Du jetzt weißt, weshalb sich Dein Magen verkrampft, wenn jemand brüllt, Deine empfundene Ablehnung von damals sich als Schock der Mutter herausstellte, mit Dir schwanger zu sein, darf sich die Stelle im Magen dann entkrampfen?“ „Ja.“

Heilung geschieht von allein, wenn wir die Ursache lösen

Ich bat die TeilnehmerInnen, den Magen des Embryos mit Liebe zu umhüllen und auch Liebe in den Magen zu senden. Die Stellvertreterin spürte die verkrampfte Stelle sofort und sagte: „Da tut sich etwas.“ 

Frau F. war geheilt. Der Magen hat sich bis heute nicht mehr verkrampft. Jetzt kann sie wie die Kollegen in sich hineinschmunzeln, wenn der Leiter des Amtes wieder einmal meint, brüllen zu müssen.